Systemkontext

Was ist der Systemkontext?

Der Begriff Systemkontext beschreibt nichts anderes als die Umgebung eines Systems. Ein zu entwickelndes System steht niemals für sich alleine, sondern ist durch Interaktion mit seiner Umgebung verbunden. Neben dem System und dem Systemkontext gibt es noch die sogenannte irrelevante Umgebung. Hier findet sich alles, was für die Entwicklung eines Systems keinerlei Bedeutung hat.

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Warum ist der Systemkontext wichtig?

Um zu entscheiden, wer und was auf das zu entwickelnde System Einfluss hat, muss der Systemkontext genau bestimmt sein. Und wer die Grenzen des Systems kennt, kennt den Scope – also den Umfang des Systems. Anders herum: Wird der Systemkontext nicht vollständig definiert, werden auch die Anforderungen unvollständig bleiben, die in die Entwicklung eingehen. Dies führt dann häufig zu großen, oft kostspieligen Problemen.

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Welche Vorteile bietet ein Kontextdiagramm?

Die Systemkontextanalyse hat das Ziel, alle für ein System relevanten Personen, Gruppen, Organisationen, Prozesse, Ereignisse und Dokumente zu finden. Das Festlegen der Systemgrenze bestimmt gleichzeitig, welche Funktionalitäten das System selbst bieten soll und welche Schnittstellen es zu Fremdsystemen gibt. Für die Analyse gibt es Hilfsmittel, beispielsweise Systemkontextdiagramme – gerne auch als Kontextdiagramm bezeichnet. Ein Kontextdiagramm zeigt die Zusammenhänge eines Systems grafisch auf und bietet einen schnellen Überblick zu allen Aspekten. Je nach Art des Diagramms können zudem hilfreiche Zusatzinformationen, Beschreibungen, Informationsflüsse und Interaktionen modelliert werden.

Am Ende entstehen so Produkte, die die Nutzer zufrieden stellen und alle gewünschten Funktionen bieten.

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